Biokraftstoffe: Fluch oder Segen für die Umwelt?

Fast Jeder von uns würde diese Frage spontan mit „Segen“ beantworten. Eine Wunderwaffe für den Klimawandel. Die Chance für uns von der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wegzukommen und den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid zu vermindern.

Doch Experten, wie der Chemie-Nobelpreisträger Paul Crutzen behaupten, dass zum Beispiel Biodiesel aus Raps bis zu 1,7 Mal klimaschädlicher ist als normaler Treibstoff, Bioethanol aus Mais bis zu 1,5 Mal.
Zudem würden allein durch die Produktion der meisten Biokraftstoffe schon mehr Treibhausgase freigesetzt als beim Verbrauch des Biosprits eingespart werde.
Zusätzliches Manko: Die Regenwälder werden gerodet, um die nötigen Energiepflanzen anbauen zu können. Gedüngt werden die Pflanzen mit Stickstoff, wodurch klimaschädliches Lachgas freigesetzt wird.

Auch für die hohen Nahrungsmittelpreise soll der Biosprit verantwortlich sein, wie die Weltbank in den Raum wirft. Eine eigens durchgeführte Studie belege, dass der Anteil des Anbaus der Biosprit-Pflanzen an den hohen Nahrungsmittelpreisen 70 bis 75 Prozent beträgt. Das restliche knappe Viertel ginge auf das Konto des schwächeren Dollars, höherer Energiekosten und gestiegener Dünger- und Transportkosten.

Wem sollen wir als Ottonormal-Verbraucher da nun glauben?

Politikern, wie Bundesagrarminister Horst Seehofer (CSU) oder Umweltminister Siegmar Gabriel (SPD), welche die um 80 Millionen Menschen jährlich steigende Weltbevölkerung sowie deren neue Ernährungsgewohnheiten zur Gegenargumentation der Krise stellen?

Was sagen Sie?
Ich wäre über eine Auflösung des Problems sehr erfreut.

(Foto: http://europa.eu/newsletter/images/new/recently_06_74.jpg)

Bio-Produkte-Blog-Autorin
Anna Caliebe

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