Eine Welt auf Abgründen: Verbraucherskandale
Nahezu jeden Tag eine neue - natürlich negative - Botschaft: Verbraucherskandale erschüttern die Lebensmittelindustrie; mal ist es der Analogkäse, dann das Schinkenimitat. Die Welt scheint aus den Fugen, Ethik und Moral Begriffe aus einer längst vergangenen Kultur.
Die Fakten: Kürzlich hat das Hessische Verbraucherschutzministerium veröffentlicht, dass bei rund 68 Prozent der Kontrollproben in der Gastronomie statt echten Kochschinkens künstlich hergestelltes Imitat vorgefunden worden ist. “Bei den Imitaten handelt es sich um minderwertige und billige Ersatzprodukte, die lediglich einen Fleischanteil von durchschnittlich 60 Prozent aufweisen. Der fehlende Fleischanteil wird mit Wasser ausgeglichen, außerdem werden Bindemittel wie Stärke sowie Gelier- und Verdickungsmittel und “fleischfremdes Eiweiß” zugesetzt. (Quelle: Spiegel Online).
Wir erinnern uns: Vor einigen Monaten kam in den Medien die Diskussion um den so genannten “Analogkäse“, auch “Kunstkäse” oder “Käseersatz” auf. Dieser wurde vor allem auf Pizzen oder auch in Salaten anstelle eines aus reiner Milch hergestellten Käses verwendet.
Zwei verschiedene Produkte - das gleiche Grundmuster. Täuschung der Verbraucher, wirtschaftliche Gewinnmaximierung auf Unternehmensseite. So weit, so gut. Oder nicht? Zwar haben viele Bäckerein und Pizzerien auf die Skanale mittlerweile insofern reagiert, dass sie fleißig kleine und große Etiketten gedruckt und gut sichtbar auf ihren Schaufenstern angebracht haben, auf denen klar und deutlich geschrieben steht: “Wir verwenden keinen Analogkäse” oder, positiv ausgedrückt: “Wir verwenden reine Käseprodukte.”
Doch Papier ist geduldig. Und das Vertrauen der Verbraucher erschüttert. Doch wen kümmert´s … ?
Bioprodukte-Autorin
Thordis Eckhardt
Filed under: Allgemein, Ernährung, Produkte on Juli 9th, 2009






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