Mehr Bio geht nicht: Frisches aus dem Garten

Gesunde Ernährung ist ein Lifestyle-Thema. Jeder, der ernährungsphysiologisch wertvolle Kost zu sich nehmen möchte, weiß: Saisonal geerntetes Obst und Gemüse ist am gesündesten. Und: ein Erlebnis der besonderen Art. Wenn die ersten eigenen Tomaten am Strauch wachsen, die ersten Kräuter die Blüten öffnen, die ersten Walnüsse mit lautem Knall auf die Erde fallen - und einem nachts den Schlaf rauben. Dann weiß man: Die Zeit ist reif. Reif für die Ernte.

Viel Obst, Gemüse oder Kräuter sind zudem anspruchslos im Wachstum und in der Pflege. Gewürzpflanzen beispielsweise: Für sie sind lediglich Standort und Sonnenschein wichtig; für uns kommt das Wissen um den richtigen Erntezeitpunkt hinzu: Die Blätter vieler Kräuterpflanzen entfalten das meiste Aroma kurz vor oder zu Beginn ihrer Blüte:

  • Thymian, Oregano, Majoran und Salbei sollten geerntet werden, wenn die Blütenknospen prallgefüllt aufbrechen wollen,
  • und die Blätter von Liebstöckel und Petersilie kurz vor der Blüte stehen.
  • Kamille, Malve und Ringelblume erntet man möglichst kurz nach dem Erblühen in der Sonne der Mittagszeit,
  • die Wurzeln und Knollen von Baldrian und Meerrettich stehen im Herbst im besten Saft, genau dann, wenn die Pflanzen die Blätter eingezogen haben.
  • Die Samen von Dill und Kümmel werden geernet, wenn sie reif sind.Als Faustregel lässt sich merken: Am Morgen lagern die Kräuterpflanzen die ätherischen Öle in ihre Zellen ein. Ab Mittag bereits nimmt der Gehalt langsam wieder ab. Der optimalste Erntezeitpunkt für Kräuter ist daher nach dem Morgentau bis spätestens zur Mittagszeit.Thordis Eckhardt

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