Sind die Bioprodukte bei Lidl und Aldi wirklich bio?

In Bezug auf den Preisunterschied zwischen den Bioprodukten bei Bio-Supermärkten und den Kosumer-Supermärkten stellt sich die Frage wieviel bio in den Produkten steckt.

8 Responses to “Sind die Bioprodukte bei Lidl und Aldi wirklich bio?”

  1. Also bei den Preisen und bei den Mengen die in den Konsumersupermärkten über den Tisch gehen muß die Qualität sich meiner Meinung nach in irgendeiner Weise unterscheiden.

  2. Schön einen Blog über Bioprodukte zu finden!

    Also meiner Meinung nach sind die Produkte schon Bio, über das wieviel an bio kann man sich sicherlich streiten. Letzlich quarantiert aber das Deutsche- oder das EU-Biosiegel (http://www.bio-siegel.de/) das die Produkte Bio sind und nach einem vereinbarten Mindeststandard produziert wurden. Die Preisunterschiede sind denke ich bis zu einem gewissen Grad auch gerechtfertigt da die Produktion natürlich auch aufwendiger ist.

  3. Das Bio-Siegel garantiert in der Tat einen Mindeststandard. Doch wie der Name schon sagt: ein Minimum an Gemeinsamkeit, auf die man sich in der EG-Öko-Verordnung geeinigt hat. Und eine Einigung ist immer ein Kompromiss. Die Frage ist doch: Wieviel Kompromiss wollen und können wir unserer Gesundheit zumuten?

  4. Diese Frage muss natürlich jeder erst einmal für sich entscheiden. Die Antwort kann sich dann in Konsum- oder Politikentscheidungen ausdrücken. Beim Thema EG-Bio bei Aldi oder Lidl steht es jedem frei sich für Produkte zu entscheiden die nach strengeren Kriterien produziert sind (bspw. Bioland oder Demeter) und nur im Naturkostfachhandel zu erhalten sind. Dennoch ebnet der EG-Standard generell den Weg für Bioprodukte und steigert deren Wahrnehmung und Aktzeptanz in der Gesellschaft. Genau das, ist meiner Meinung nach der entscheidende Vorteil dieses Standards.

  5. Hinsichtlich der privaten Entscheidungsfreiheit stimme ich grundsätzlich zu. Möchte jedoch anmerken, dass nur wenige Verbraucher sich wirklich intensiv mit dem Thema Bio und seinen gesetzlich verankerten Richtlinien auseinandersetzen. Und ich finde es bemerkenswert, dass das EU-Bio-Siegel gewisse - nicht unerhebliche - Abstriche bei genau jenen Regel macht, die sich beispielsweise “Hartliner” wie Demeter oder Bioland nachdrücklich verschrieben haben. Stichwort Herbizide und Pestizide - beide Substanzen werden hier grundsätzlich nicht eingesetzt. Unter dem EU-Bio-Siegel hingegen ist ihre Anwendung unter bestimmten Voraussetzungen durchaus - in gewissem Rahmen - erlaubt. Um ein Beispiel zu nennen: Arsenzitrat (gegen Mehltau auf Weintrauben). Hier geht es um das Thema “Antibiotika” und gentechnische Verunreinigung.

  6. Es steuert meiner Meinung nach alles auf ein Zwei-Klassen-Bio hin:

    - Basis Bio nach EU-Öko-Verordnung
    - Premium Bio nach Verbände-Vorschriften

    Wobei Basis Bio schon besser als konventionell ist, und langfristig der Trend in der Lebensmittel-Erzeugung überhaupt. Der Verordnungs-Standard wird sich langfristig eher nach unten bewegen (müssen).

    Premium Bio wird aus der Region kommen und saisonal und frisch sein. Von daher muss es gar nicht wesentlich teurer als Basis Bio sein.

    Werner Liegl
    Immer aktuell: naturkostinfos.de

  7. Ich kann dem letzten Beitrag nur beipflichten. Allerdings frage ich mich warum der Standard langfristig nach unten gehen muss? Sollte es nicht Sinn und Zweck sein ihn eher nach oben anzugleichen? Premium Bio aus der Region wird denke ich dennoch teurer bleiben allein wegen der höheren Kosten bei der Produktion von kleinen Mengen.

    Generell würde ich zu diesem Blog gern einmal wissen wollen wer diesen betreibt? Das Thema Bio ist jedenfalls interessant aber mir fehlt doch etwas die persönliche Note dieses “Web-Tagebuchs” Also wer ist der Hauptautor auf den wir hier unsere Kommentare schreiben?

  8. Also ich fände auch vor allem die Förderung der regionalen Lebensmittelproduktion sehr wichtig. Am besten natürlich mit Biostandards, die nicht nur ein Mindesmaß an “Bio” aus den Kompromissen der EU-Siegel versprechen. Wenn einfach alle umsteigen, dann wird das auch erschwinglich. Bis dahin ist es aber wohl noch ein langer Weg und die Discounter-Bio-Produkte immerhin ein Anfang!

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