Spice - die frei verkäufliche Biodroge wird zum Modetrend
Alarmierende Nachricht: Schüler haben die frei verkäufliche Biodroge “Spice” für sich entdeckt. Das ist an sich schon eine erschreckende Nachricht, doch genauso erschreckend ist die Tatsache, dass deren Wirkung noch unerforscht ist - und somit die Langzeitwirkungen noch nicht abschätzbar sind. Die Verpackung sieht aus wie ein Teebeutel. Meeresbohne, Blaue Lotusblume oder Indischer Lotus heißen die Kräuter, die darin enthalten sind. Offiziell sind die getrockneten Pflanzen als Räucherwerk ohne Altersbeschränkungen zu kaufen. “Das ist jedoch bestimmt nur ein Umweg des Herstellers”, sagt Ralf Wischnewski von der Kölner Drogenhilfe, “um das Zeug einfacher unter die Leute zu bringen.”
In einer vorläufigen Untersuchung an der Uniklinik Düsseldorf hat der ToxikologeThomas Daldrup auf giftige Gase hingewiesen, die den Kreislauf nachweislich störten und als Rausch interpretiert werden können. Rauschauslösende Substanzen seien in den Kräutern bislang jedoch nicht nachgewiesen worden.
(Quelle: KStA, Nr. 268)
Bioprodukte-Blog-Autorin
Thordis Eckhardt
Auf den Markt gebracht wurde Spice von der britischen Firma “Psyche Deli”, deren Website zurzeit allerdings nicht mehr zu erreichen ist.
Filed under: Allgemein, Gesundheit on November 16th, 2008






Aufmerksam habe ich diesen Beitrag gelesen und auch die Berichterstattung in den Medien verfolgt.
Dabei bin ich bei folgender Formulierung in Ihrem Eintrag stutzig geworden: “Rauschauslösende Substanzen seien in den Kräutern bislang jedoch nicht nachgewiesen worden.”
Im Zusammenhang mit einem Artikel unter der Überschrift “Kräuter mit Nebenwirkungen” der Süddeutschen Zeitung vom 25.11.2008: ” “Wir könnten wohl auch getrocknete Petersilie als Spice verkaufen”, sagt Hoffmann. “Keiner würde sich trauen zuzugeben, dass es bei ihm nicht wirkt.” Also alles nur ein großer PR-Gag? ”
Hat also der Spice-Importeur & -Händler Christian Hoffmann einfach nur einen rücksichtslosen PR-Gag zur Verkaufsförderung seines Produktes initiiert?
Ohne Rücksicht und zu Lasten der Gesundheit seiner Kunden?
Die große Berichterstattung wird unzählige probierlustige Verrückte zum Konsum animieren. Dadurch wird ihm, bis zum endgültigen Verbot von Spice, wohl eine starke Auftragslage sicher sein!
Davon ab sollte/muss jedem mit gesundem Menschenverstand klar sein, dass (egal was man raucht) es definitiv nicht gesundheitsfördernd ist!