Studie: Verbraucher zahlen für Bio-Produkte gern mehr
Verwirrende Erkenntnis: Nach einer neuesten Studie zum Thema Bio-Lebensmittel, Konsumentenverhalten und Preis sind mehr als drei Viertel der Verbraucher (78 Prozent) grundsätzlich bereit, für Bio-Lebensmittel mehr Geld auszugeben als für herkömmliche Produkte. Insgesamt 38 Prozent der 1000 repräsentativ Befragten (Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young) würden sogar Preisaufschläge von mehr als zehn Prozent hinnehmen (http://www.ey.com). - So die verbale Bekundung.
Real greifen aber nur 37 Prozent der Konsumenten beim Einkauf wirklich zu Bio-Waren - und hier eher zu Gemüse, Obst und Fleisch; kaum zu Süßigkeiten, Getränken, Drogerieartikeln und Fertiggerichten. Die Begründung laut Studie: „Der Markt für Bio-Produkte ist aus Sicht der Verbraucher noch sehr diffus.” Hauptgrund hierfür sei die Vielzahl von Öko-Siegeln, die es Konsumenten erschwere, den Überblick zu behalten. Zudem gäbe es derzeit nur ein begrenztes Angebot an Bio-Produkten - und mehr als die Hälfte der Verbraucher fände den Kauf von Bio-Produkte nur dann attraktiv, wenn Händler und Markt nicht weiter als fünf Kilometer von der eigenen Wohnung entfernt seien. Am allerliebsten kaufen sie im Hofladen ein, an zweiter Stelle folgen Supermärkte. Der Preisunterschied zwischen biologisch- und konventionell produzierter Ware variert derzeit produktabhängig zwischen 20 und 75 Prozent. Bio-Fleisch ist zum Teil doppelt so teuer wie konventionelles, Butter durchschnittlich 34 Prozent.
Bio-Produkte-Blog-Autorin
Thordis Eckhardt






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